erstellt vom Referat Entwicklung & Politik und von Christian Pfliegel (E-Learning-Entwicklung bei Mission EineWelt).

SchülerInnen ab der 7.Klasse und KonfirmandInnen suchen mit Hilfe von Tablets nach den Ursachen für das Verschwinden von Nora Grün, einer Unternehmerin, die ein faires und nachhaltiges Smartphone auf den Markt bringen will. Beim Lösen verschiedener Aufgaben, beim Knacken von Rätseln und Codes stoßen die SchülerInnen auf die meist menschenunwürdigen Abbau- und Produktionsbedingungen sowie umweltzerstörende Praktiken in der Handy-Produktion in Ländern wie Argentinien, DR Kongo, Indonesien, China, Peru. Aber auch auf Initiativen, ArbeiterInnen, Genossenschaften u.a., die sich für faire und umweltschonende Bedingungen einsetzen.

Geschichte

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Sie war drauf und dran, der neue Star des Öko-Business zu werden. Doch jetzt ist Nora Grün, Geschäftsführerin des Start-ups Smart’n’Fair, wie es scheint, über Nacht verschwunden. Die 28-Jährige verfolgte seit Jahren zusammen mit ihrem Team und unzähligen UnterstützerInnen die Idee, ein möglichst fair hergestelltes Smartphone auf den Markt zu bringen. Die Recherche nach Unternehmen, die ihre strengen Vorgaben in Sachen Arbeitsbedingungen, Bezahlung der Mitarbeitenden und Umweltschutz erfüllen können, führte Nora Grün rund um die Welt. Ihr Einsatz brachte ihr jedoch nicht nur viel Bewunderung und eine wachsende Fangemeinde ein. Es gab auch viele, die ihr den Erfolg nicht gönnten. Wüste Drohungen waren genauso an der Tagesordnung wie Versuche, ihr Unternehmen kaputt zu machen.

Jetzt scheinen ihre GegnerInnen eine neue Stufe der Eskalation gezündet zu haben. Nora Grün ist plötzlich weg, und es sieht nicht so aus, als sei das ihre eigene Entscheidung gewesen. Mitarbeitende entdeckten heute Morgen ihr leeres und verwüstetes Büro. Eine ausgebreitete Landkarte auf dem Schreibtisch, ein aufgerissener und offensichtlich durchwühlter Rucksack und auf dem Boden das zerfledderte Notizbuch und der persönliche Kalender von Nora Grün sind alles Indizien, die auf ein ebenso plötzliches wie unfreiwilliges Verschwinden hindeuten. Der letzte Eintrag im Notizbuch ist eine ToDo-Liste mit folgenden Punkten: „Akku überprüfen, Ortstermin Uganda, Bangka und Belitung, Kino mit Schatzi, Arbeitsverträge Produktion, Tochterfirma Copper direct gründen“. Ansonsten fanden die Mitarbeitenden überall im Zimmer verstreute Papierschnipsel mit offensichtlich nummerierten QR-Codes. Ob sich in den Notizbucheinträgen und den Codes Hinweise darauf finden, wohin die Jungunternehmerin verschwunden ist, ist derzeit völlig unklar. Die polizeilichen Ermittler tappen, so scheint es, im Dunklen. Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, wurde inzwischen ein Detektivbüro damit beauftragt, Nora Grün zu finden.

Wer herausfinden will, was mit der Geschäftsführerin von Smart ’n Fair passiert ist, kann bei Mission EineWelt als DetektivIn anheuern und versuchen, das Rätsel zu lösen.

Idee und Konzept

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Das Referat Entwicklung und Politik von Mission EineWelt hat zusammen mit der Projektstelle E-Learning einen Konsumkrimi entwickelt der nach dem Escape-Room-Prinzip funktioniert. Die Teilnehmenden arbeiten sich anhand von QR-Codes durch verschiedene Rätsel und Aufgabenstellungen, die sie teils mit zur Verfügung gestellten Tablets, teils aber auch ganz herkömmlich analog lösen müssen, um das Verschwinden von Nora Grün zu klären. Ganz nebenbei lernen sie dabei so einiges über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Zusammenhänge, denen die Produktion von Handys unterliegt.

Lernziel

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Lernziel des Konsumkrimis ist, die Jugendlichen zu motivieren, Ihren eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen und Ihren individuellen Einfluss auf globale Zusammenhänge zu erkennen.

Ablauf

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Die Aufgaben werden sowohl digital als auch analog im Wechsel angeboten. Dieser Aufbau hat den Vorteil, dass zum einen die vielfältigen Möglichkeiten digitaler Technik genutzt werden, zum anderen wird aber auch verhindert, dass die Teilnehmer*innen nur mit ihrem Smartphone beschäftigt sind. Der Austausch und die Diskussionen innerhalb der Gruppe spielen eine wichtige Rolle in diesem Bildungskonzept.

Technik

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Für die Umsetzung der digitalen Aufgaben wird ein Raspberry Pi (= ein sog. Einplatinenrechner) als Server genutzt, was eine Unabhängigkeit vom Internet ermöglicht. Dies bringt Vorteile in der Verbindungsstabilität und gewährleistet zudem einen hohen Datenschutz, da die Daten der Teilnehmer*innen den Raum nicht verlassen. Außerdem ist sichergestellt, dass während der Durchführung keine ungewünschten Seite im Internet aufgerufen werden. Die Navigation durch die Stationen erfolgt mit Hilfe von QR-Codes, die Nutzung erfordert keine technischen Vorkenntnisse.

Ab sofort kann dieser Konsumkrimi bei Mission EineWelt als Workshop gebucht werden. Er ist geeignet für Jugendliche ab 12 Jahren.

Buchung und weitere Informationen:


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